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Die Reise geht weiter

Seit ich begonnen habe, in Heidelberg zu studieren, ist viel Zeit vergangen. Meine lange Schweigezeit ist einigen Widrigkeiten geschuldet:

– Viel Neues zum Eingewöhnen
– Stress, Stress und nochmals Stress
– Eine böse Trennung
– Auch-Mal-keinen-Bock-haben

ABER: Ich habe einen neuen Mitbewohner 🙂

Ab sofort gelobe ich Besserung und bin wieder fleißig am Bloggen. Alle ausstehenden Kommentare und E-Mails werde ich in den kommenden Tagen beantworten. 🙂

Aber was ist eigentlich so geschehen? Ein kurzer Abriss.

1. Semester

Ich hatte mir fürs erste Semester viel vorgenommen. Beinahe zu viel, da ich gegen Ende ganz schön ins Schleudern gekommen bin. Aber alle Klausuren und Hausarbeiten hatte ich glücklicherweise gut meistern können.

Von Oktober bis Februar hatte ich nebenbei eine kleine Schülergruppe betreut: 10 Schüler im Alter von 11 bis 12 Jahren. Die Gruppe habe ich durch das Mannheimer Unterstützungssystem Schule (MAUS) erhalten. Ziel war es, Schülern aus sozial schwächer gestellten Familien mehr mit Kultur in Berührung zu bringen. Ich habe mit dem Kurs viel gelesen, die Büchereien in Mannheim erkundet und einen Ausflug zur Ausstellung über die Wittelsbacher organisiert. Der Unterricht war anstrengend, mein erster richtiger Praxisschock, und dennoch hat die Schule mich gebeten, den Kurs im nächsten Schuljahr erneut zu geben. Ergo: Praxisschock bestanden 🙂

Während des Semesters habe ich zwei Pädagogische Kurse besucht. Bei beiden hielt sich allerdings meine Begeisterung in Grenzen. Im Bereich Schulpädagogik wurde nahezu das ganze Semester die Vorzüglichkeit des deutschen Schulpreises gepriesen, ohne allerdings tatsächlich darauf einzugehen, wie Schulpädagogik funktioniert. Stattdessen wurden uns Preisträger-Schulen vorgestellt, deren Konzepte – meines Erachtens – nur wenig mit dem Ablauf in einem gewöhnlichen Gymnasium zu tun haben. Die Vorlesung über die Pädagogische Psychologie war ein wenig hilfreicher. Es wurden darin die psychologischen Hintergründe von Noten erklärt und auf die Auswirkungen von PISA eingegangen. Alles allerdings sehr theoretisch. Während des Semesters haben wir als Studierende mehr Korrelationen und Statistiken untersucht als tatsächlich etwas darüber zu lernen, wie die Pädagogische Psychologie uns im Unterricht helfen kann. Beides also sehr theoretische Kurse.

2. Semester

Meine Kursanzahl habe ich in diesem Semester ein bisschen erhöht: 13 Kurse hatte ich insgesamt belegt. Darunter 4 sehr hilfreiche für den Lehrerberuf, denn meine ersten Fachdidaktik-Seminare standen an. Die Seminare für die Fachdidaktik in Deutsch und Englisch waren sehr praktisch ausgelegt und wir haben viele gute Methoden an die Hand bekommen, um eine Unterrichtsstunde zu planen. Außerdem habe ich mich ethisch-philosophisch gebildet 😉 Das sogenannte EPG-1 ist ausschließlich für Lehrer und soll uns befähigen, nach ethischen und philosophischen Grundsätzen zu handeln und zu unterrichten. Zudem wurde ich diese Woche in einem Blockseminar im Modul personale Kompetenzen (MPK-1) auf das Schulpraxissemester vorbereitet. Dabei sind wir sogenannte kritische Situationen durchgegangen. Wie verhalte ich mich zum Beispiel als Lehrerin, wenn ein Schüler den anderen beleidigt oder alle „plötzlich“ aufs Klo wollen? Sehr interessant und hilfreich auf jeden Fall.

Und nun?

Jetzt sind Semesterferien und ich sitze an fünf Hausarbeiten. Mitte September starte ich dann ins Schulpraxissemester an einer Berufsschule in Karlsruhe. Dazu werde ich euch ausführlich berichten.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und bis dahin, cheerio 🙂

P.S.: Das sind die beiden Kleinen, die jetzt bei mir samt Besitzer wohnen.

Die kleine Katze Charlie Knuffel-Kater Kuma

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Woche 1 – Die Uni erkunden

Die erste echte Semesterwoche ist rum. Noch nicht alle meine Kurse haben begonnen und die, die bereits angefangen haben, schlugen die Zeit mit Organisation tot. Summa summarum: ein gemütlicher Start.

Hier wartet jemand auf Forrest Gump. Eine Bank in der Hauptstraße in Heidelberg.

Diese kleine Bank steht vor einer Chocolaterie in der Nähe des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg. Ich empfehle die heiße Schokolade zu grauen Herbsttagen 🙂

Dank erster Aufgaben, vorrangig zur Orientierung, hatte ich die Woche dennoch schon ein paar Dinge zu tun. Was mich besonders beeindruckt: Die Uni Heidelberg hat ein – für meinen Vergleich – beachtliches E-learning-Portal, Moodle. Für ihre Kurse richten die Dozenten jeweils ihren eigenen Online-Kurs, einen sogenannten Moddle-Kurs, ein.

Jeder Moodle-Kurs besitzt eine eigene Info-Seite mit den wichtigsten Kontakt- und Kursdaten. Nicht nur können hier Dateien und Aufgaben von den Dozenten (respektive HiWis) hochgeladen werden. Die Plattform bietet ein Diskussionforum, das je nach Kurs sogar relevant für Note und Schein ist. Außerdem können darin eigene Dateien (Wie Assignments) hochgeladen und Kursen zugeordnet werden.

Ansonsten hieß es die Woche für mich: Die Uni, insbesondere meinen Haupt-Campus Altstadt erkunden. Meine Seminarräume habe ich gesucht, das Bibliothekssystem der UB und der Institutsbibliotheken näher kennengelernt, zuverlässige Copy-Shops gefunden und natürlich die besten Mensen abgegrast (omnomnom).

Was habt ihr so in der ersten Semesterwoche getrieben? Hat euer Semester vielleicht schon längst – zeitlich wie inhaltlich – begonnen? – Hinterlasst einfach einen Kommentar.

Die Reise beginnt

Es ist soweit: Heute beginnt die Vorlesungszeit an der Universität Heidelberg und damit mein erstes Semester als Lehramtsstudierende.

Eingang der neuen Universität in der Heidelberger Altstadt.

Mit erhobenem Zepter thront die griechische Göttin Pallas Athene über dem Eingang der Neuen Universität – eines der zentralen Gebäude im Campus Altstadt.

Allerdings finden heute für mich keine Kurse statt, traditionell werden am ersten Semestertag die Studierenden begrüßt. Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität, hält die Begrüßungsrede im Hörsaalzentrum Chemie im Neuenheimer Campus. An allen Campus in Heidelberg finden Studierende Informationen zu Ihren jeweiligen Fachrichtungen. Allein der Gedanke, dass die Universität aus drei großen Campus-Komplexen besteht (Neuenheim, Bergheim und Altstadt), finde ich sehr beeindruckend.

Aber das ist nicht alles, weswegen ich mich freue, an dieser Universität zu studieren. 627 Jahre ist die Alma Mater alt und damit die älteste Universität Deutschlands. Den Titel Exzellenz-Universität hat sich Heidelberg redlich verdient. Sie ist eine Volluniversität, bietet also das Studium aller grundlegenden Fachbereiche an. Trotz dieser Vielfalt ist sie wissenschaftlich herausragend und wird in den meisten Hochschulrankings in den ersten drei Plätzen gelistet. Für mich besonders bemerkenswert: Die Studierenden werden intensiv und beraten und betreut und die einzelnen Fachrichtungen wertgeschätzt. Ganz anders als nur ein paar Kilometer weiter in Mannheim, wo ich meinen Bachelor of Arts absolviert hatte.

Heidelberger Herbst, gesichtet von den Neckarstaden - zwischen Altstadt und Bismarckplatz.

Pünktlich zum Wintersemester ist der Herbst eingezogen. Es wird kälter aber auch bunter in Heidelberg.

Trotz dass heute der erste Tag ist, habe ich schon in den Wochen zuvor einige Aufgaben bewältigt. Nach der Immatrikulation stand ich vor einem hohen Koordinationsaufwand – immerhin müssen wir Lerhamtsstudierende uns zwischen zwei (in meinem Fall drei) Unterrichtsfächern, der entsprechenden Fachdidaktik, einem bildungswissenschaftlichen Begleitstudium, einem ethisch-philosophischen Grundlagenstudium sowie der Ausbildung unserer Lehrerpersönlichkeit zurecht finden. Dank eifrigem Einlesen sowie den Beratungs- und Betreuungsangeboten der Universität habe ich das aber gut in den Griff bekommen. Für Interessierte und andere Studienanfänger gibt es hier einen Überblick über die einzelnen Angebote zum Studienbeginn.

Dadurch konnte ich vorab alle Fragen zu meinem Studium klären und wichtige Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek kennenlernen. Außerdem bietet die Zentrale Studienberatung nützliche Kurse für Studierende an. So konnte ich in einem eintägigen Seminar meine eigenen Strategien zur Stressbewältigung verbessern.

Die Heidelberger Neckarstaden mit Blick auf das Villenviertel.


Die Villen an den Neckarstaden. Ein kleiner Umweg zu meinen Seminaren aber der Anblick ist es wert.

Neben der allgemeinen und fachlichen Orientierung habe ich in dieser Vorbereitungsphase auch meine private Infrastruktur für das Studium fit gemacht.

  • Arbeitsraum eingerichtet (Neben dem Schreibtisch auch die Ablagen und Bücherregale geordnet)
  • Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr gekauft
  • Cloud-Vernetzung zwischen Heim-PC, Laptop und Smartphone eingerichtet
  • Elektronische Ordnerstruktur aufgebaut
  • Literaturverwaltungsprogramm (ich benutze Mendeley) eingerichtet
  • Liste der benötigten Semesterliteratur erstellt und die Einführungslektüren ausgeliehen oder besorgt
  • Nun erwarte ich mit Spannung das Semester.

    Wenn ihr auch vor Herausforderungen beim Studienbeginn – oder auch mittendrin – gestoßen seid, teilt gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren. Oder studiert ihr in Heidelberg und seid ein bisschen planlos, was alles noch im Studium ansteht? – Hinterlasst einfach ein Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail.

    Ich wünsche euch einen tollen Start ins Semester und bis dahin,

    cheerio 🙂

    Schlauberger 2.0

    Neulich bin ich auf eine interessante Webseite gestoßen deutsche Grammatik 2.0.

    Die Seite informiert über die Grammatik des Deutschen und bietet Übungen und Links zur Weiterbildung. Haupt-Zielgruppe der Seite sind Deutschlerner, die Deutsch als Fremdsprache erlernen. Ich finde jedoch, dass die Seite auch deutschsprachigen Schülern und Lernern ans Herz gelegt werden kann, die ihre Grammatik-Grundlagen auffrischen oder vertiefen möchten. Denn selbst eingefleischte Grammatik-Profis finden auf der Seite die eine oder andere Regel, die sie noch nicht kannten.

    Die wichtigsten Parts der Seite sind die drei Kategorien: Inhalt, Übungen und Blog. Unter dem Punkt Inhalt werden die einzelnen Fachtermini erklärt und erläutert. Die Beiträge sind kurz aber verständlich und informativ. In den Übungen kann das Wissen getestet und – wie der Name schon sagt – geübt werden.

    Auch für Lehrer halte ich die Seite für empfehlenswert. Spannend für die Unterrichtsgestaltung: Auf der Seite finden sich Übungen direkt zu grammatischen Thematiken oder aktuellen Medienthemen. So können für eine Unterrichtsstunde Übungen gewählt werden, die eine bestimmte grammatische Problematik behandeln (wie Partikel, Konjugationen oder Modalverben) oder bei denen aktuelle Themen als „Hooks“ genutzt werden (beispielsweise eine Übung zu Aktiv und Passiv, bei der eine Biographie von Angela Merkel analysiert wird).

    Der Autor ist Uli Mattmüller, ein Lehrer für Deutsch als Fremdsprache aus Stuttgart. Neben den Grammatik-Regeln und Übungen führt der Autor auf der Seite einen Blog mit Tipps und Hinweisen. So stellte Mattmüller im August den Absentiv vor, eine verbale Satzkonstruktion, die in der Regel mit einer Form von sein und dem Infinitiv gebildet wird – beispielsweise: „Er ist einkaufen“ oder „Sie war tanzen“.

    Mir gefällt die Seite sehr und kann sie nur empfehlen, sei es für Deutschlerner oder jene, die ihre Grammatik-Kenntnisse auffrischen möchten sowie für Leute wie mich, die sich für das Lehren von Deutsch als Fremdsprache interessieren.

    Der Studierendenausweis ist da!

    Nun hatte ich schon länger nichts gebloggt. Schuld daran: höhere Gewalt, eine Hasswelle des Universums auf mich oder – anders gesagt – die größte Pechsträhne meines bisherigen Lebens. Diese zeigte sich in einer Aneinanderreihung von Autopanne, PC-Panne, Wasserschaden, kaputtem Rolladen (im Schlafzimmer!), undichter Heizung und einem Noro-Infekt – and all within 3 damn weeks.

    Naja, so läuft es dann manchmal auch. Die gute Nachricht: Die Uni-Unterlagen sind da 🙂 Studierendenausweis, Studienbuch, Immatrikulationsbescheinigung und haufenweise Info-Flyer (die ich fast alle eh bereits besitze) in einem hübschen DIN-A4-Umschlag.

    Nun geht es darum, alle nötigen Online- und Offline-Portale für mich zu aktivieren. Angemeldet habe ich mich bereits beim Lehrportal der Uni. Neben der Kursanmeldung können dabei Studienbescheinigungen ausgedruckt, die Rückmeldung überwacht und sich zu Prüfungen angemeldet werden.

    Zudem habe ich gleich meine Uni-Mail aktiviert. Damit empfange ich alle Nachrichten zu meinen Kursen und aktuelle Ausschreibungen der Universität. Das ganze läuft über das Horde Web-Mail System, das ich noch von der Uni Mannheim kenne. Für die HORDE!

    Nur beim Portal der Universitätsbibliothek ist vorher eine Registrierung vor Ort nötig. Offline, pff. 😉

    Zudem kann man sich mit der Matrikelnummer gleich beim Hochschulsport registrieren. Allerdings können zurzeit nur die Ferienkurse belegt werden, die nahezu alle ausgebucht oder gebührenpflichtig sind.

    Nebenbei habe ich endlich meinen Studienverlaufsplan fertiggestellt. Zu diesem berichte ich euch auch noch. Ob ich diesen so umsetzen kann – insbesondere die Planung miener Abschlussprüfungen – werde ich in den kommenden Wochen mit den Fachstudienberatungen klären. Und dann heißt es: Durchstarten. 🙂

    An alle, die sich auch auf das Lehramtsstudium in Heidelberg vorbereiten: Viel Erfolg – und Spaß! – und vielleicht sehen wir uns auf dem Campus.

    Euch allen einen schönen Wochenstart und bis dahin

    cheerio 🙂

    Ein Referatsthema finden

    Bei einem meiner Nachhilfeschüler steht im neuen Schuljahr ein Referat in englischer Sprache an: Fünf Minuten freie Rede über ein selbst gewähltes Thema, anschließend ein Nachgespräch.

    Zwar hat er die Sommerferien über Zeit zur Vorbereitung, doch welcher Teenager möchte in seiner freien Zeit und auch noch im Sommer lernen? Daher begleite ich ihn Schritt für Schritt bei diesem Projekt und führe ihn langsam durch die Vorbereitung sowie Aus- und Aufarbeitung seines Themas. Wie gewohnt berichte ich euch dabei über anfallende Herausforderungen und meine Problemlösungen 🙂

    Herausforderung: Themenfindung

    Im ersten Schritt haben wir gemeinsam ein Thema für das Referat gesucht. Vielen Schülern fällt es schwer, selbstständig nach einem Thema zu suchen. Sie sind es gewohnt, Arbeitsanweisungen zu erhalten. Daher habe ich ihm zu Beginn nähergebracht, wie man durch ein klassisches Brainstorming selbstständig Themen erschließt.

    Hier mein kleiner Leitfaden für das eigene Brainstorming oder für eure Schüler.

    Schritt 1: Lege ein DIN-A4-Blatt quer. Im Hochformat neigt man schnell dazu, das Geschriebene voreilig in eine Reihenfolge zu bringen – Das wird erst später benötigt.

    Schritt 2: Schreibe die Problemstellung auf einem zusätzlichen Blatt als Frage auf. In unserem Falle: „Welches Thema möchte ich für mein Referat wählen?“

    Schritt 3: Notiere in etwa fünf bis zehn Minuten alles, was dir zu dieser Frage einfällt. Dabei ist es unwichtig, wie detailliert die Einfälle sind – Jeder Einfall ist gerechtfertigt. Schreibe den Gedanken selbst dann auf, wenn er unwichtig erscheint, im Brainstorming geht es erst einmal um Quantität.

    Schritt 4: Schaue dir alle Einfälle an und kreuze die an, die dir am meisten zusagen.

    Schritt 5: Entscheide aus diesen Favoriten, welches Thema du wählen möchtest.

    Ein Thema erschließen

    Nach diesen Schritten kann das Brainstorming zum ersten Erschließen des Themas wiederholt werden. So fiel beispielsweise bei meinem Nachhilfeschüler die Entscheidung auf das Oberthema „Städte“. Gemeinsam haben wir dann gebrainstormt, über welche Stadt er referieren möchte. Seine Präferenz waren amerikanische Städte. Die Wahl fiel auf die Stadt Las Vegas.

    Anschließend haben wir auf diese Weise alle nötigen Unterthemen erschlossen, beispielsweise „Wann und durch wen wurde die Stadt gegründet?“, „Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?“ und „Wie viele Einwohner hat die Stadt?“. Diese Fragen dienen ihm nun als Leitfaden für die Recherche.

    Sport und Uni vereinen

    Mens sana in corpore sano – ein gesunder (vernünftiger) Verstand lebt in einem gesunden Körper.

    Diese Weisheit kennen viele, doch zwischen Seminaren, Vorlesungen, Bibliotheksbesuchen, Referaten, Hausarbeiten und praktischen Studien fällt es oft schwer, sich um die eigene Fitness zu kümmern.

    Warum angehende Lehrer fit sein sollten

    Zum Hintergrund: Ich bin selbst nicht die Fitteste und muss auch erst in ein vernünftiges Trainingsprogramm reinkommen. Oft meldet sich allerdings nach kurzer Zeit der innere Schweinehund und man hört wieder auf. „Ein Studium ist anstrengend genug“, diesen Spruch habe ich schon von vielen Kommilitonen gehört.

    Meine persönliche Motivation, warum ein gesunder Körper besonders als (angehende) Lehrerin wichtig ist, teile ich gerne mit euch.

  • Vermeidung von Krankheiten und erhöhtes Durchhaltevermögen
    • Insbesondere in Prüfungs- und Hausarbeitsphasen verlangen sich Studierende oft mehr ab, als ihr Körper verkraften kann, beispielweise durch Schlafentzug, fettreiche Ernährung oder zu hohen Zuckerkonsum. Ist euer Körper trainiert, kommt er mit diesen Belastungen leichter zurecht und ist nach – oder schlimmer: während – der Prüfungsphase nicht ausgelaugt oder kränkelt.
  • Vorbildfunktion erfüllen
    • Lehrer sind nicht nur Wissensvermittler, sie sind oft auch Vorbilder für ihre Schüler. Wer sich selbst in guter Form hält, kann auch Schüler motivieren, sich über ihre Gesundheit Gedanken zu machen. Ansonsten würden diese Ratschläge eher heuchlerisch wirken.
  • Eigenes Selbstbewusstsein stärken
    • Man kann es drehen und wenden, aber ohne ein starkes Selbstbewusstsein, im Sinne des Sich-seiner-selbst-bewusst-sein, ist essentiell für einen guten Lehrer. Denn nur wer hinter den eigenen Entscheidungen steht, kann sich vor einer Gruppe behaupten und die nötige Autorität ausstrahlen. Das gilt für erwachsene wie jugendliche Schüler. Ein gesunder Körper stärkt das Selbstbewusstsein und damit auch die Überzeugungskraft.

    Wo trainieren?

    Teure Fitness-Center-Verträge – meist ohne Studentenrabatt – sind kaum attraktiv und die Motivation für morgendliches Joggen kann nicht jeder aufbringen. (Für mich persönlich ist stupides Joggen auch nicht sonderlich ansprechend.)

    Daher habe ich mich bei meinen Wunschuniversitäten über den Unisport informiert. Für Studierende der jeweiligen Universität ist die Teilnahme in der Regel gebührenfrei und das Angebot so groß, dass verschiedene Sportarten ausprobiert werden können.

    So betreibt die Universität Heidelberg ein eigenes Sportzentrum und bietet dort verschiedene Kurse an. Trainiert werden Mannschafts- sowie Einzelsportarten aber auch Tänze, Kampfsport, Fitnesssport und Gesundheitssport. Dank der Lage direkt am Neckar können sogar Kajakkurse belegt werden.

    Das Angebot der Goethe-Universität Frankfurt steht dabei in nichts nach. Sogar Kurse in Zen-Meditation und Yoga werden angeboten. Allerdings sind die Kurse in Frankfurt für Studierende nicht kostenlos, Gebühren von 10 bis 60 Euro können anfallen.

    Mein Tipp: Informiert euch über die Sportangebote eurer Universität und nutzt günstige bis kostenlose Kurse, um euch selbst fit zu machen.

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