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Planvoll ins Studium

Anders als Fachstudiengänge, bei denen ihr in der Regel ein Haupt- und ein Nebenfach studiert, ist ein Lehramtsstudium komplexer. Neben euren beiden Unterrichtsfächern studiert ihr Zusatzfächer im Bereich Bildungswissenschaften und Lehrerpersönlichkeit. Wenn ihr euch zusätzlich für ein drittes Fach als Erweiterungsprüfung entscheidet, wird der Studienaufbau noch komplizierter.

Studienanfänger sind oftmals von der Fülle an Verantwortung für ihren eigenen Tages- und Semesterablauf überfordert. Aus eigener Erfahrung weis ich zudem, dass man ohne greifbares Ziel schnell die Motivation verlieren kann. Das ist in einem so komplexen Studium, in dem jede Note in die Endnote eingeht, fatal.

Um also nicht den Überblick zu verlieren, empfehle ich einen Studienverlaufsplan, den ihr bestenfalls noch vor Studienbeginn erstellt. Mit diesem könnt ihr planen, welche Kurse ihr in welchem Semester belegen, wann ihr welche Prüfung ablegen oder die Praktika absolvieren müsst. So bleibt euch stets das Wichtigste vor Augen: die 1. Staatsprüfung und alle dafür notwendigen Scheine.

Mein Tipp für einen Studienverlaufsplan

Bevor ihr mit dem Plan beginnt, solltet ihr euch überlegen, was ihr darin unterbringen möchtet. Ich habe mich für einen ausführlichen Plan entschieden, da ich erstens mein Studium so kurz wie möglich halten und zweitens bei drei Fächern den Überblick nicht verlieren möchte. Welche Punkte ihr in euren Studienverlaufsplan aufnehmt, hängt natürlich von euren persönlichen Zielen ab.

Was ich in meinem Studienverlaufsplan aufliste

  • Semster (WS 2013/14, SoSe 2014, etc.) mit jeweiligem mit Vorlesungsbeginn, -ende sowie vorlesungsfreier Zeit
  • Studiensemester: Damit meine ich die Anzahl der Semester, die ihr tatsächlich im Lehramtsstudium verbringe.
  • Fachsemester: Die Angabe des Semesters im jeweiligen Fach. Diese Angabe ist bei meiner Kombination sehr wichtig, da ich in Deutsch hochgestuft wurde und daher mit Deutsch 4, Englisch 1 und Latein 0 starte.
  • Kurse pro Fach und Semester: Dabei wird die Kursanzahl aufgelistet. Damit behaltet ihr den Überblick über eure Arbeitsbelastung im jeweiligen Semester. Beispielsweise belege ich zwischen 13 und 20 Kurse pro Semester. Das ergibt etwa 26 bis 40 Semesterwochenstunden, zuzüglich Vor- und Nachbereitungszeit. Ihr könnt damit also etwa von einer 40 bis 50-Stunden-Woche für’s Studieren rechnen.
  • Semesterwochenstunden pro Fach und Semester: Dadurch behaltet ihr eure Zeiteinteilung sicher im Griff. Die Semesterwochenstunden geben an – wie der Name bereits sagt -, wie viele Stunden pro Woche ihr in den Kursen verbringt. Diese Information ist wichtig, wenn ihr Nebenjobs oder andere Nebentätigkeiten wie ein Ehrenamt betreiben möchtet.
  • Kursart und Kurs: Dies ist der wichtigste Punkt eures Studienverlaufsplans. Wenn ihr gründlich plant, welche Kurse ihr in welchem Semester zu belegen habt, müsst ihr im weiteren Studienverlauf nur noch die entsprechenden Kurse „abhaken“. Ihr spart euch dadurch jedes Semester eine Menge Zeit und Nerven, denn ihr müsst nicht überlegen, ob ihr den einen oder den anderen Kurs wählen solltet. Darum habt ihr euch ja schon gekümmert. 🙂
  • Leistungspunkte pro Fach und Semester: An den meisten Universitäten werden die erbrachten Leistungen auch im Lehramtsstudium nach den Leistungspunkten aus dem Bachelor-Master-System berechnet. Dabei gilt: 1 LP = 30 Stunden Arbeitszeit. Die Leistungspunkte werden anhand der Semesterwochenstunden, voraussichtlich benötigter Vor- und Nachbereitungszeit sowie des Kursabschlusses (Klausur, Hausarbeit oder mündliche Prüfung) ermittelt. Für das Lehramtsstudium in Heidelberg benötigt ihr insgesamt 300 LP, 420 LP wenn ihr ein Erweiterungsfach auf Hauptfachnivau hinzuwählt. Der Studienverlaufsplan hilft euch also auch, eure Leistungspunkte zu überblicken, damit ihr nicht am Ende vor der Staatsprüfung steht und noch wertvolle Punkte fehlen.


Mein Studienverlaufsplan

Für den Plan ist ein Tabellen-Programm wie Microsoft Excel zu empfehlen. Meinen habe ich mit dem Liber-Office-Äquivalent Calc erstellt. Mit einem solchen Programm könnt ihr die Leistungspunkte, Semesterwochenstunden und Kursanzahl automatisch errechnen lassen, Rechenfehler werden also reduziert.

Die Spalten geben das jeweilige Semester, die Zeilen die Fächer an. Für die Kursanzahl, Semesterwochenstunden und Leistungspunkte habe ich jeweils eine Übersicht pro Fach, Semester und für das gesamte Studium erstellt.

Mein Studienverlaufsplan für das Lehramtsstudium an der Universität Heidelberg.
(Einfach auf das Bild klicken für die Großansicht)

Habt ihr auch schon einen Studienverlaufsplan erstellt und wollt euch darüber austauschen? Oder studiert ihr in Heidelberg und möchtet über das Studium quatschen? – Hinterlasst einfach einen Kommentar 🙂

Ich wünsche euch allen auf jeden Fall viel Erfolg und bis dahin,

cheerio 🙂

Richtig immatrikulieren in Heidelberg

Die offiziellen Zulassungsbescheide für Anglistik in Heidelberg sind draußen. Meiner lag gestern im Briefkasten. *freu*

Nun gilt es, sich form- und fristgerecht einzuschreiben. Das geht bei der Universität Heidelberg in zwei Schritten.


1. Online-Immatrikulation

Für die Immatrikulation in zulassungsbeschränkte Studienfächer muss euch der Zulassungsbescheid vorliegen. Mit diesem wurde bestätigt, dass ihr einen Studienplatzanspruch habt.

Wenn ihr euch in einen zulassungsfreien Studiengang einschreiben möchtet, könnt ihr euch einfach mit Angabe eurer Hochschulzugangsberechtigung einschreiben.

    Hinweis: Haltet eure Informationen für die Einschreibung bereit, insbesondere Bewerbernummer und Krankenversicherungsnummer. Außerdem solltet ihr in diesem Schritt bereits ein Lichtbild von euch hochladen. Das wird für den Studentenausweis benötigt. In der Beschreibung steht, dass dafür ein Passbild benötigt wird. Allerdings habe ich nachgefragt, da ich nicht grundlos ein teures biometrisches Passbild machen lassen möchte. Gemeint ist einfach ein Bild, auf dem ihr gut erkennbar seid, Bewerbungsbilder gehen daher genauso gut.


2. Schriftliche Unterlagen per Post zusenden

Nach der Online-Immatrikulation erhaltet ihr eine Liste an Unterlagen, die der Universität per Post zugesendet werden. Vorher ist eure Immatrikulation NICHT gültig. Dies sind in der Regel der ausgedruckte Antrag auf Immatrikulation, eine beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung, der Zulassungsbescheid im Original sowie eine Kopie eures Personalausweises. Vergesst auch nicht die Bestätigung des Lehrerorientierungstests beizulegen. Ohne diesen könnt ihr euch nicht für das Lehramtsstudium einschreiben. Ich bin den Test vor einigen Monaten durchlaufen, meine Tipps dazu findet ihr hier.

    Wichtig: Achtet darauf, dass ihr die Unterlagen in der richtigen Form einreicht, entweder im Original, als Kopie oder als beglaubigte Kopie. Eine Checkliste, was ihr wie einreichen müsst, findet ihr auch zum Download und wird euch auch nach der Online-Einschreibung nochmals angeboten.

Bei Unsicherheiten

Da ich mich im Fach Deutsch ins höhere Fachsemester einschreibe, musste ich mich für dieses Fach nicht bei der Universität bewerben. Damit das mit der Einschreibung auch wirklich klappt, werde ich meine Unterlagen persönlich abgeben und absegnen lassen. Für alle, die auch auf Nummer sicher gehen möchten, können ihre Unterlagen beim Serviceportal für Studierende abgeben.

Viel Erfolg bei der Einschreibung und bis dahin,

cheerio 🙂

Die Suche nach dem Passierschein A38

Sich in eine Universität einschreiben zu lassen, ist eigentlich einfach. Es sei denn, man möchte sich in ein höheres Semester eintragen. Mit bereits einem abgeschlossenen Studienabschluss scheint dies nämlich ein hoher Aufwand verwaltungstechnischer Art zu sein. Daher gibt es heute ein kleines Video, um euch den Aufwand zu verdeutlichen.

Wer bei welcher Uni für die Einschreibung ins Lehramt bei vorangegangenen Studienabschluss zuständig ist und die das funktioniert, schreibe ich euch diese Woche.

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