Archiv der Kategorie: Tipps und Infos

Ich studiere nicht, ich mache bunt!

Den Vorwurf, dass Frauen ja gar nicht studierten, sondern nur Dinge bunt malten, höre ich oft. Warum wohl? 🙂

Bunte Studienunterlagen helfen, große Projekte wie eine Hausarbeit zu organisieren.

Das sind meine Unterlagen für einen Essay in der Anglistik.

Neil Gaiman's Neverwhere habe ich bunt verklebt, dadurch finde ich die wichtigsten Passagen für meinen Essay sofort wieder.

Ich schreibe über Neil Gaiman’s Neverwhere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber das Bunt-Malen hat seinen Sinn. Jeder hat seine eigene Taktik, seine Unterlagen zu sortieren und wichtige Notizen zu machen. Manchmal hilft es, sich anzuhören, wie andere Leute an diese Aufgabe herangehen. So kann man die eigenen Techniken überdenken und eventuell Methoden entdecken, die dem eigenen Workflow besser entsprechen und dadurch helfen, effizienter Hausarbeiten oder andere Texte zu schreiben.

Im Kurs Fundamentals of Research and Writing (Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens) am Anglistischen Institut wurden uns einige hilfreiche Techniken vorgestellt. So hatte ich festgestellt, dass ich meine eigene Technik noch ein bisschen verbessern konnte.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich Informationen zu notieren und für die spätere Verwendung zu sortieren.

  • Notizen im Text (Sekundär- oder Primärtext)
  • Wichtige Passagen markieren
  • Notizen auf einem separaten Blatt
  • Notizen im Computer abtippen
  • Notizen auf Karteikarten schreiben
  • Mindmaps zeichnen
  • Cluster entwickeln
  • Schemata zeichen

So bearbeite ich Texte, um die Informationen später nutzen zu können:

1. Lesen und systematisch markieren

Das funktioniert am besten bei Sekundärliteratur, da diese meist bereits so aufbereitet wurde, um wichtige Informationen möglichst gut zu vermitteln.

  • Das Thema des Abschnitts erhält eine eigene Farbe (das präsentiert sich meist als Überschrift oder in wenig untergliederten Texten als Stichwort im Fließtext)
  • Wichtige Termini erhalten eine andere Farbe
  • Definitionen und wichtige Informationen zum Thema eine dritte Farbe

Wichtig: Spontane Gedanken zum Text werden am Rand notiert, damit sie nicht verloren gehen. In Schritt 2 werden diese dann außerhalb des Textes notiert

2. Markierte Passagen herausschreiben

Wer gut systematisch markiert hat, hat bereits im Text eine gute Üersicht über den grundlegenden Aufbau. Nun müssen nur noch die Informationen herausgeschrieben werden, die für die eigene Verwendung nützlich sind.
Wichtig: Immer die Seitenzahl dazu notieren. Das spart später Zeit beim Schreiben, da nicht mehr jede Passage nachgeschlagen werden muss.

3. Den Aufbau des eigenen Textes planen und die gewonnenen Informationen einordnen

Sind alle Informationen gesammelt, kommt der spannende Teil. Jetzt wird verarbeitet und geordnet. Früher habe ich die grobe Anordnung meiner Argumente als Inhaltsverzeichnis notiert. Die einzelnen Punkte und Unterpunkte sind dadurch bereits nummeriert. So können die Unterlagen nach diesen Punkten durchgegangen und ebenfalls nummeriert werden. Das ergibt eine Übersicht, welche Argumente zu welchen Punkten gehören.

Dank des Fundamentals-Kurses habe ich diesmal eine andere Technik ausprobiert, die meine Arbeitsweise sogar verbessert.


Meine neue Technik für Hausarbeiten
Mit meinen bunten Karteikarten kann ich meine Informationen strukturieren.

Nachdem ich meine Notizen gemacht habe, schreibe ich meine Argumente auf Karteikarten und sortiere sie entsprechend der geplanten Punkte.

  • Grüne Karteikarten beschreiben die Fragestellung, die ich versuche zu beantworten
  • Orangene Karteikarten bennennen ein Argument in Form eines Aussagesatzes.
  • Gelbe Karteikarten beinhalten ein Beispiel oder ein Zitat, das dieses Argument unterstützt sowie eine kurze Erläuterung des Beispieles.
  • Weiße Karteikarten beinhalten eine Schlussfolgerung oder allgemeine Aussagen.

Das ist natürlich ein höherer Aufwand als bei meiner früheren Herangehensweise. Warum betreibe ich diesen hohen Aufwand, um letztlich das gleiche Ergebnis, nämlich einen Text, zu erhalten? Dies lässt sich in drei Punkten beantworten.

1. Durch die Farbgebung erhalte ich nach dem Sortieren direkt den Überblick, wie viele Argumente und Beispiele ich pro Fragestellung bereits habe. Sind die Informationen auf mehreren Notizblättern verteilt, sind diese nicht auf einen Blick geordnet und die Anzahl der Argumente und Beispiele ist nicht sofort ersichtlich. Dadurch geht beim Schreiben viel Zeit durch mehrfaches Nachschlagen verloren. Auf einem großen Tisch sortiert liefern mir die Karteikarten sofort einen Überblick über meine Textstruktur. Das spart deutlich Zeit beim Schreiben.

2. Der Text kann durch Verschiebung der Karteikarten optimiert werden. Sind die Informationen auf einem Blatt, können sie dort nicht verschoben oder neu geordnet werden. Die Karteikarten kann ich anordnen und verschieben, falls mir eine andere Reihenfolge oder eine andere Textstruktur besser gefällt. Dadurch kann ich mir den Text nahezu vollständig zusammenlegen und habe dann einen klaren Schreibplan, dem ich nur noch folgen muss. Dadurch halte ich den eigenen roten Faden stets vor Augen und die Argumentation bleibt kohärent.

3. Die Karten helfen, die Informationen in wenigen Worten präzise zu formulieren. Da die Karteikarten nicht unendlich groß sind, limitieren sie die Menge an Informationen, die darauf notiert werden können. Das zwingt zu kurzen aber klaren Formulierungen und verhindert, dass unwesentliche Informationen in den Text einfließen. Dadurch bleibt die Argumentationsstruktur für den Leser klar ersichtlich und der Text verständlich.

Welche Technik zur Texterstellung ihr nutzt, liegt natürlich ganz an euch. Jeder hat seine eigenen Methoden und kommt mit diesen meist besser zurecht als jemand anderes. Es hilft allerdings, über die eigene Vorgehensweise zu reflektieren, um herauszufinden, ob eine andere Methode für einen selbst effektiver ist.

Allen, die auch gerade an Hausarbeiten sitzen, wünsche ich viel Erfolg 🙂

Bis dahin,
cheerio 🙂

Advertisements

Schlauberger 2.0

Neulich bin ich auf eine interessante Webseite gestoßen deutsche Grammatik 2.0.

Die Seite informiert über die Grammatik des Deutschen und bietet Übungen und Links zur Weiterbildung. Haupt-Zielgruppe der Seite sind Deutschlerner, die Deutsch als Fremdsprache erlernen. Ich finde jedoch, dass die Seite auch deutschsprachigen Schülern und Lernern ans Herz gelegt werden kann, die ihre Grammatik-Grundlagen auffrischen oder vertiefen möchten. Denn selbst eingefleischte Grammatik-Profis finden auf der Seite die eine oder andere Regel, die sie noch nicht kannten.

Die wichtigsten Parts der Seite sind die drei Kategorien: Inhalt, Übungen und Blog. Unter dem Punkt Inhalt werden die einzelnen Fachtermini erklärt und erläutert. Die Beiträge sind kurz aber verständlich und informativ. In den Übungen kann das Wissen getestet und – wie der Name schon sagt – geübt werden.

Auch für Lehrer halte ich die Seite für empfehlenswert. Spannend für die Unterrichtsgestaltung: Auf der Seite finden sich Übungen direkt zu grammatischen Thematiken oder aktuellen Medienthemen. So können für eine Unterrichtsstunde Übungen gewählt werden, die eine bestimmte grammatische Problematik behandeln (wie Partikel, Konjugationen oder Modalverben) oder bei denen aktuelle Themen als „Hooks“ genutzt werden (beispielsweise eine Übung zu Aktiv und Passiv, bei der eine Biographie von Angela Merkel analysiert wird).

Der Autor ist Uli Mattmüller, ein Lehrer für Deutsch als Fremdsprache aus Stuttgart. Neben den Grammatik-Regeln und Übungen führt der Autor auf der Seite einen Blog mit Tipps und Hinweisen. So stellte Mattmüller im August den Absentiv vor, eine verbale Satzkonstruktion, die in der Regel mit einer Form von sein und dem Infinitiv gebildet wird – beispielsweise: „Er ist einkaufen“ oder „Sie war tanzen“.

Mir gefällt die Seite sehr und kann sie nur empfehlen, sei es für Deutschlerner oder jene, die ihre Grammatik-Kenntnisse auffrischen möchten sowie für Leute wie mich, die sich für das Lehren von Deutsch als Fremdsprache interessieren.

Planvoll ins Studium

Anders als Fachstudiengänge, bei denen ihr in der Regel ein Haupt- und ein Nebenfach studiert, ist ein Lehramtsstudium komplexer. Neben euren beiden Unterrichtsfächern studiert ihr Zusatzfächer im Bereich Bildungswissenschaften und Lehrerpersönlichkeit. Wenn ihr euch zusätzlich für ein drittes Fach als Erweiterungsprüfung entscheidet, wird der Studienaufbau noch komplizierter.

Studienanfänger sind oftmals von der Fülle an Verantwortung für ihren eigenen Tages- und Semesterablauf überfordert. Aus eigener Erfahrung weis ich zudem, dass man ohne greifbares Ziel schnell die Motivation verlieren kann. Das ist in einem so komplexen Studium, in dem jede Note in die Endnote eingeht, fatal.

Um also nicht den Überblick zu verlieren, empfehle ich einen Studienverlaufsplan, den ihr bestenfalls noch vor Studienbeginn erstellt. Mit diesem könnt ihr planen, welche Kurse ihr in welchem Semester belegen, wann ihr welche Prüfung ablegen oder die Praktika absolvieren müsst. So bleibt euch stets das Wichtigste vor Augen: die 1. Staatsprüfung und alle dafür notwendigen Scheine.

Mein Tipp für einen Studienverlaufsplan

Bevor ihr mit dem Plan beginnt, solltet ihr euch überlegen, was ihr darin unterbringen möchtet. Ich habe mich für einen ausführlichen Plan entschieden, da ich erstens mein Studium so kurz wie möglich halten und zweitens bei drei Fächern den Überblick nicht verlieren möchte. Welche Punkte ihr in euren Studienverlaufsplan aufnehmt, hängt natürlich von euren persönlichen Zielen ab.

Was ich in meinem Studienverlaufsplan aufliste

  • Semster (WS 2013/14, SoSe 2014, etc.) mit jeweiligem mit Vorlesungsbeginn, -ende sowie vorlesungsfreier Zeit
  • Studiensemester: Damit meine ich die Anzahl der Semester, die ihr tatsächlich im Lehramtsstudium verbringe.
  • Fachsemester: Die Angabe des Semesters im jeweiligen Fach. Diese Angabe ist bei meiner Kombination sehr wichtig, da ich in Deutsch hochgestuft wurde und daher mit Deutsch 4, Englisch 1 und Latein 0 starte.
  • Kurse pro Fach und Semester: Dabei wird die Kursanzahl aufgelistet. Damit behaltet ihr den Überblick über eure Arbeitsbelastung im jeweiligen Semester. Beispielsweise belege ich zwischen 13 und 20 Kurse pro Semester. Das ergibt etwa 26 bis 40 Semesterwochenstunden, zuzüglich Vor- und Nachbereitungszeit. Ihr könnt damit also etwa von einer 40 bis 50-Stunden-Woche für’s Studieren rechnen.
  • Semesterwochenstunden pro Fach und Semester: Dadurch behaltet ihr eure Zeiteinteilung sicher im Griff. Die Semesterwochenstunden geben an – wie der Name bereits sagt -, wie viele Stunden pro Woche ihr in den Kursen verbringt. Diese Information ist wichtig, wenn ihr Nebenjobs oder andere Nebentätigkeiten wie ein Ehrenamt betreiben möchtet.
  • Kursart und Kurs: Dies ist der wichtigste Punkt eures Studienverlaufsplans. Wenn ihr gründlich plant, welche Kurse ihr in welchem Semester zu belegen habt, müsst ihr im weiteren Studienverlauf nur noch die entsprechenden Kurse „abhaken“. Ihr spart euch dadurch jedes Semester eine Menge Zeit und Nerven, denn ihr müsst nicht überlegen, ob ihr den einen oder den anderen Kurs wählen solltet. Darum habt ihr euch ja schon gekümmert. 🙂
  • Leistungspunkte pro Fach und Semester: An den meisten Universitäten werden die erbrachten Leistungen auch im Lehramtsstudium nach den Leistungspunkten aus dem Bachelor-Master-System berechnet. Dabei gilt: 1 LP = 30 Stunden Arbeitszeit. Die Leistungspunkte werden anhand der Semesterwochenstunden, voraussichtlich benötigter Vor- und Nachbereitungszeit sowie des Kursabschlusses (Klausur, Hausarbeit oder mündliche Prüfung) ermittelt. Für das Lehramtsstudium in Heidelberg benötigt ihr insgesamt 300 LP, 420 LP wenn ihr ein Erweiterungsfach auf Hauptfachnivau hinzuwählt. Der Studienverlaufsplan hilft euch also auch, eure Leistungspunkte zu überblicken, damit ihr nicht am Ende vor der Staatsprüfung steht und noch wertvolle Punkte fehlen.


Mein Studienverlaufsplan

Für den Plan ist ein Tabellen-Programm wie Microsoft Excel zu empfehlen. Meinen habe ich mit dem Liber-Office-Äquivalent Calc erstellt. Mit einem solchen Programm könnt ihr die Leistungspunkte, Semesterwochenstunden und Kursanzahl automatisch errechnen lassen, Rechenfehler werden also reduziert.

Die Spalten geben das jeweilige Semester, die Zeilen die Fächer an. Für die Kursanzahl, Semesterwochenstunden und Leistungspunkte habe ich jeweils eine Übersicht pro Fach, Semester und für das gesamte Studium erstellt.

Mein Studienverlaufsplan für das Lehramtsstudium an der Universität Heidelberg.
(Einfach auf das Bild klicken für die Großansicht)

Habt ihr auch schon einen Studienverlaufsplan erstellt und wollt euch darüber austauschen? Oder studiert ihr in Heidelberg und möchtet über das Studium quatschen? – Hinterlasst einfach einen Kommentar 🙂

Ich wünsche euch allen auf jeden Fall viel Erfolg und bis dahin,

cheerio 🙂

Richtig immatrikulieren in Heidelberg

Die offiziellen Zulassungsbescheide für Anglistik in Heidelberg sind draußen. Meiner lag gestern im Briefkasten. *freu*

Nun gilt es, sich form- und fristgerecht einzuschreiben. Das geht bei der Universität Heidelberg in zwei Schritten.


1. Online-Immatrikulation

Für die Immatrikulation in zulassungsbeschränkte Studienfächer muss euch der Zulassungsbescheid vorliegen. Mit diesem wurde bestätigt, dass ihr einen Studienplatzanspruch habt.

Wenn ihr euch in einen zulassungsfreien Studiengang einschreiben möchtet, könnt ihr euch einfach mit Angabe eurer Hochschulzugangsberechtigung einschreiben.

    Hinweis: Haltet eure Informationen für die Einschreibung bereit, insbesondere Bewerbernummer und Krankenversicherungsnummer. Außerdem solltet ihr in diesem Schritt bereits ein Lichtbild von euch hochladen. Das wird für den Studentenausweis benötigt. In der Beschreibung steht, dass dafür ein Passbild benötigt wird. Allerdings habe ich nachgefragt, da ich nicht grundlos ein teures biometrisches Passbild machen lassen möchte. Gemeint ist einfach ein Bild, auf dem ihr gut erkennbar seid, Bewerbungsbilder gehen daher genauso gut.


2. Schriftliche Unterlagen per Post zusenden

Nach der Online-Immatrikulation erhaltet ihr eine Liste an Unterlagen, die der Universität per Post zugesendet werden. Vorher ist eure Immatrikulation NICHT gültig. Dies sind in der Regel der ausgedruckte Antrag auf Immatrikulation, eine beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung, der Zulassungsbescheid im Original sowie eine Kopie eures Personalausweises. Vergesst auch nicht die Bestätigung des Lehrerorientierungstests beizulegen. Ohne diesen könnt ihr euch nicht für das Lehramtsstudium einschreiben. Ich bin den Test vor einigen Monaten durchlaufen, meine Tipps dazu findet ihr hier.

    Wichtig: Achtet darauf, dass ihr die Unterlagen in der richtigen Form einreicht, entweder im Original, als Kopie oder als beglaubigte Kopie. Eine Checkliste, was ihr wie einreichen müsst, findet ihr auch zum Download und wird euch auch nach der Online-Einschreibung nochmals angeboten.

Bei Unsicherheiten

Da ich mich im Fach Deutsch ins höhere Fachsemester einschreibe, musste ich mich für dieses Fach nicht bei der Universität bewerben. Damit das mit der Einschreibung auch wirklich klappt, werde ich meine Unterlagen persönlich abgeben und absegnen lassen. Für alle, die auch auf Nummer sicher gehen möchten, können ihre Unterlagen beim Serviceportal für Studierende abgeben.

Viel Erfolg bei der Einschreibung und bis dahin,

cheerio 🙂

Der Englisch-Eignungstest in Heidelberg

Lange ersehnt, nun mit Bangen erwartet: Der Eignungstest für das Englisch-Studium an der Universität Heidelberg.

Wer sich an der Universität Heidelberg für ein sprachwissenschaftliches Fach – ausgenommen Germanistik – bewirbt, wird zu einem Eignungstest eingeladen. Dieser gilt als Aufnahmeprüfung für das Fach- sowie das Lehramtsstudium. Andere Sprachzertifikate wie der TOEFL-Test können diese Prüfung nicht ersetzen.

Da ich mich für das Lehramtsstudium in Deutsch und Englisch einschreiben möchte, lege ich den Test in Englisch ab. Das Sprachniveau liegt, laut Foreneinträgen der vergangenen Jahre, etwas höher als das Schulenglisch. Zum Vergleich: Das beträgt laut dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (CEFR) etwa B2. Der Test dauert eine Stunde.

Diesen Freitag, 9. August, ist es nun soweit: Alle Studienbewerber für das Fach Anglistik oder das Unterrichtsfach Englisch stellen sich der Aufnahmeprüfung.

Die eigenen Englischkenntnisse testen

Zur Vorbereitung auf die Prüfung habe ich einige Quellen herangezogen und mein Wissen in Online-Tests überprüft. Wenn ihr selbst vor der Aufnahmeprüfung steht oder einfach eure Englischkenntnisse testen möchtet, könnt ihr euch an diesen Tests versuchen.

Das Self-Assessment-Center der Universität Heidelberg
DIE Seite für die Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung in Heidelberg: Auf den Seiten des Self-Assessment-Centers des Anglistischen Instituts kann man sich über das Anglistik-Studium informieren und sich an Übungsaufgaben zum Eignungstest messen. Leider wird die Seite nicht all zu gut gewartet und hat viele tote Links.

Online-Englischtest der Universität Düsseldorf
Das Institut für Experimentelle Psychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bietet einen Englischtest, mit dem die eigenen Englischkenntnisse sehr differenziert eingeschätzt werden können. Die 36 Aufgaben sind in verschiedene Schwierigkeitsgrade von CEFR A1 bis C2 eingeteilt. Auf einem Regler wird angeben, ob man sich seiner Antwort absolut sicher ist oder ob eventuell andere Antworten in Frage kommen könnten. Je nachdem, wie sicher man ist, erhält man eine höhere oder niedrigere Punktzahl für seine Antworten.

Wer darüber hinaus die eigenen Englischkenntnisse einstufen möchte, kann auch einige Online-Tests der Anbieter von Sprachsoftware ausprobieren. Gute Tests, die ich gefunden habe sind:

Sprachtest
Sprachtest bietet kostenlose Einstufungstests an. Als Kooperation zwischen der Spotlight Verlag GmbH und der telc GmbH werden anschließend passende Produkte zum Weiterlernen empfohlen. Wer danach nicht gleich zum Geldbeutel greifen möchte, findet auch auf den Webseiten der Anbieter kostenlose Übungsaufgaben.

Babbel.de
Babbel bietet maßgeschneiderte Online-Tests für verschiedene Sprachen. Nach der kostenlosen Anmeldung kann ein Anfänger-Test kostenlos absolviert werden. Weitere Tests sind via Abonemment zugänglich. Die Seite wirkt auf mich seriös. Allerdings habe ich mir kein Abo zugelegt, da neben Englisch keine Sprache angeboten wird, die ich in den kommenden Semestern benötige.

Cornelsen Verlag
Auch der Cornelsen Verlag bietet einen Test, um die eigenen Englischkenntnisse einzustufen. Am Ende des Tests wird eine Einstufungsempfehlung als PDF ausgegeben. Anhand dieser können – wer hätte es gedacht – passende Cornelsen-Produkte zum Weiterlernen gewählt werden.

Egal auf welchem Level ihr eine Sprache sprecht, wenn ihr weiterlernen wollt, sind Einstufungstest eine praktische Hilfe. 🙂 Wenn ihr auch vor der Aufnahmeprüfung steht, wünsche ich euch gutes Gelingen bei der Vorbereitung und viel Erfolg am Freitag. 🙂

Haut rein und bis dahin,

cheerio 🙂

Ein Referatsthema finden

Bei einem meiner Nachhilfeschüler steht im neuen Schuljahr ein Referat in englischer Sprache an: Fünf Minuten freie Rede über ein selbst gewähltes Thema, anschließend ein Nachgespräch.

Zwar hat er die Sommerferien über Zeit zur Vorbereitung, doch welcher Teenager möchte in seiner freien Zeit und auch noch im Sommer lernen? Daher begleite ich ihn Schritt für Schritt bei diesem Projekt und führe ihn langsam durch die Vorbereitung sowie Aus- und Aufarbeitung seines Themas. Wie gewohnt berichte ich euch dabei über anfallende Herausforderungen und meine Problemlösungen 🙂

Herausforderung: Themenfindung

Im ersten Schritt haben wir gemeinsam ein Thema für das Referat gesucht. Vielen Schülern fällt es schwer, selbstständig nach einem Thema zu suchen. Sie sind es gewohnt, Arbeitsanweisungen zu erhalten. Daher habe ich ihm zu Beginn nähergebracht, wie man durch ein klassisches Brainstorming selbstständig Themen erschließt.

Hier mein kleiner Leitfaden für das eigene Brainstorming oder für eure Schüler.

Schritt 1: Lege ein DIN-A4-Blatt quer. Im Hochformat neigt man schnell dazu, das Geschriebene voreilig in eine Reihenfolge zu bringen – Das wird erst später benötigt.

Schritt 2: Schreibe die Problemstellung auf einem zusätzlichen Blatt als Frage auf. In unserem Falle: „Welches Thema möchte ich für mein Referat wählen?“

Schritt 3: Notiere in etwa fünf bis zehn Minuten alles, was dir zu dieser Frage einfällt. Dabei ist es unwichtig, wie detailliert die Einfälle sind – Jeder Einfall ist gerechtfertigt. Schreibe den Gedanken selbst dann auf, wenn er unwichtig erscheint, im Brainstorming geht es erst einmal um Quantität.

Schritt 4: Schaue dir alle Einfälle an und kreuze die an, die dir am meisten zusagen.

Schritt 5: Entscheide aus diesen Favoriten, welches Thema du wählen möchtest.

Ein Thema erschließen

Nach diesen Schritten kann das Brainstorming zum ersten Erschließen des Themas wiederholt werden. So fiel beispielsweise bei meinem Nachhilfeschüler die Entscheidung auf das Oberthema „Städte“. Gemeinsam haben wir dann gebrainstormt, über welche Stadt er referieren möchte. Seine Präferenz waren amerikanische Städte. Die Wahl fiel auf die Stadt Las Vegas.

Anschließend haben wir auf diese Weise alle nötigen Unterthemen erschlossen, beispielsweise „Wann und durch wen wurde die Stadt gegründet?“, „Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?“ und „Wie viele Einwohner hat die Stadt?“. Diese Fragen dienen ihm nun als Leitfaden für die Recherche.

Sport und Uni vereinen

Mens sana in corpore sano – ein gesunder (vernünftiger) Verstand lebt in einem gesunden Körper.

Diese Weisheit kennen viele, doch zwischen Seminaren, Vorlesungen, Bibliotheksbesuchen, Referaten, Hausarbeiten und praktischen Studien fällt es oft schwer, sich um die eigene Fitness zu kümmern.

Warum angehende Lehrer fit sein sollten

Zum Hintergrund: Ich bin selbst nicht die Fitteste und muss auch erst in ein vernünftiges Trainingsprogramm reinkommen. Oft meldet sich allerdings nach kurzer Zeit der innere Schweinehund und man hört wieder auf. „Ein Studium ist anstrengend genug“, diesen Spruch habe ich schon von vielen Kommilitonen gehört.

Meine persönliche Motivation, warum ein gesunder Körper besonders als (angehende) Lehrerin wichtig ist, teile ich gerne mit euch.

  • Vermeidung von Krankheiten und erhöhtes Durchhaltevermögen
    • Insbesondere in Prüfungs- und Hausarbeitsphasen verlangen sich Studierende oft mehr ab, als ihr Körper verkraften kann, beispielweise durch Schlafentzug, fettreiche Ernährung oder zu hohen Zuckerkonsum. Ist euer Körper trainiert, kommt er mit diesen Belastungen leichter zurecht und ist nach – oder schlimmer: während – der Prüfungsphase nicht ausgelaugt oder kränkelt.
  • Vorbildfunktion erfüllen
    • Lehrer sind nicht nur Wissensvermittler, sie sind oft auch Vorbilder für ihre Schüler. Wer sich selbst in guter Form hält, kann auch Schüler motivieren, sich über ihre Gesundheit Gedanken zu machen. Ansonsten würden diese Ratschläge eher heuchlerisch wirken.
  • Eigenes Selbstbewusstsein stärken
    • Man kann es drehen und wenden, aber ohne ein starkes Selbstbewusstsein, im Sinne des Sich-seiner-selbst-bewusst-sein, ist essentiell für einen guten Lehrer. Denn nur wer hinter den eigenen Entscheidungen steht, kann sich vor einer Gruppe behaupten und die nötige Autorität ausstrahlen. Das gilt für erwachsene wie jugendliche Schüler. Ein gesunder Körper stärkt das Selbstbewusstsein und damit auch die Überzeugungskraft.

    Wo trainieren?

    Teure Fitness-Center-Verträge – meist ohne Studentenrabatt – sind kaum attraktiv und die Motivation für morgendliches Joggen kann nicht jeder aufbringen. (Für mich persönlich ist stupides Joggen auch nicht sonderlich ansprechend.)

    Daher habe ich mich bei meinen Wunschuniversitäten über den Unisport informiert. Für Studierende der jeweiligen Universität ist die Teilnahme in der Regel gebührenfrei und das Angebot so groß, dass verschiedene Sportarten ausprobiert werden können.

    So betreibt die Universität Heidelberg ein eigenes Sportzentrum und bietet dort verschiedene Kurse an. Trainiert werden Mannschafts- sowie Einzelsportarten aber auch Tänze, Kampfsport, Fitnesssport und Gesundheitssport. Dank der Lage direkt am Neckar können sogar Kajakkurse belegt werden.

    Das Angebot der Goethe-Universität Frankfurt steht dabei in nichts nach. Sogar Kurse in Zen-Meditation und Yoga werden angeboten. Allerdings sind die Kurse in Frankfurt für Studierende nicht kostenlos, Gebühren von 10 bis 60 Euro können anfallen.

    Mein Tipp: Informiert euch über die Sportangebote eurer Universität und nutzt günstige bis kostenlose Kurse, um euch selbst fit zu machen.

    %d Bloggern gefällt das: