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forschungsorientiertes Lernen

Dieses Semester arbeite ich an einem ganz besonderem Projekt. Zusammen mit einer Projektpartnerin versuchen wir für eine Schule das Thema „forschungsorientiertes Lernen“ aufzubereiten.

Die Schule stellt gerade von einer Hauptschule auf eine Gesamtschule um und möchte die Schüler selbstreguliert und individuell unterrichten. Das neue Schulkonzept startet im nächsten Schuljahr. Es wurden Lernbüros eingerichtet, in denen die SuS regelmäßig zu festen Zeiten an ihren Lernjobs arbeiten. Die Schule schafft die Klingel ab und taktet die Schulstunden in 65-Minuten-Einheiten, die aber von den Lehrern je nach Situation verkürzt oder verlängert werden können. Zudem werden nachmittags Lern-Werkstätte angeboten, in denen die SuS an eigenen Projekten arbeiten können.

Zusätzlich soll von Mai 2016 bis Juli 2016 die erste Forschungsphase beginnen. Sprich: Die SuS sollen nach dem Modell des inquiry-based learning eigene Projekte bearbeiten.

Das beinhaltet sehr viele methodische Kompetenzen, sowohl von Seiten der Schüler, insbesondere aber von Seiten der Lehrer. Hier kommen wir Studenten ins Spiel. Im Rahmen eines Blockseminars dürfen wir die Schule unterstützen, indem wir versuchen auf die vielen Fragen, die in Kollegium und Schulleitung entstehen, praktische Antworten zu finden. Super spannend!

Was ist forschungsorientiertes Lernen (inquiry-based learning)?

Mit inquiry-based learning lernen die SuS nicht durch klassischen Unterricht, sondern durch eigenständige Projektarbeit. Es werden methodische Kompetenzen für Zeitplanung, Recherche, Umsetzung, Präsentation und fachliche Inhalte ausgebildet. Es ist mehr als die spaßige Projektarbeit am Ende eines Schuljahres, sondern ein eigenständiger, effektiver Lernweg. Allerdings wird diese Art des Lernens in Deutschland wenig praktiziert. Vor allem englischsprachige Länder wie Kanada und Australien haben diese Art des Lernens fest in ihrem Curriculum.

An sich klingt es einfach: Die SuS suchen sich eigenständig eine Forschungsfrage, die sie beantworten möchten. Sie arbeiten sich in das Thema ein, beantworten ihre Fragen und präsentieren die Ergebnisse. Doch methodisch ist dies ein sehr hoher Aufwand, für Lehrer und für Schüler. Denn an deutschen Schulen wird in der Regel nicht forschend, sondern inhaltlich gelernt. Schüler sind es gewohnt, Inhalte zu bekommen, die sie wiedergeben sollen und Projekte nur in Absprache mit dem Lehrer durchzuführen. Eignständiges Arbeiten wird nicht gefördert, obwohl es später in der Arbeitswelt gefordert wird. Neben den beruflichen Vorteilen ist es um einiges einprägsamer und leichter für Schüler eigenständig nach Antworten auf die eigenen Fragen zu finden. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um Handlungskompetenzen, die so dringend im neuen Bildungsplan von den Schülern gefordert werden.

Daher freue ich mich schon, nach Lösungen für die Schule zu suchen. Denn es scheint mir der beste Ansatz, um die Schüler auf das Leben vorzubereiten UND ihnen nicht die Freude am Lernen zu nehmen, sondern ihren eigenen Weg durch den Wissensdschungel unserer Zeit zu finden.

Ich poste über neue Ergebnisse, die ich herausfinde und vielleicht auch, wie diese an der Schule umgesetzt wurden, da bereits in Aussicht steht, unsere erarbeiteten Konzepte im nächsten Schuljahr mit umzusetzen.

Falls ihr Fragen oder vielleicht sogar schon selbst mit inquiry-based learning in Kontakt gekommen seid, schreibt es mir einfach in die Kommentare.

And as always, cheerio 🙂

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Ich studiere nicht, ich mache bunt!

Den Vorwurf, dass Frauen ja gar nicht studierten, sondern nur Dinge bunt malten, höre ich oft. Warum wohl? 🙂

Bunte Studienunterlagen helfen, große Projekte wie eine Hausarbeit zu organisieren.

Das sind meine Unterlagen für einen Essay in der Anglistik.

Neil Gaiman's Neverwhere habe ich bunt verklebt, dadurch finde ich die wichtigsten Passagen für meinen Essay sofort wieder.

Ich schreibe über Neil Gaiman’s Neverwhere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber das Bunt-Malen hat seinen Sinn. Jeder hat seine eigene Taktik, seine Unterlagen zu sortieren und wichtige Notizen zu machen. Manchmal hilft es, sich anzuhören, wie andere Leute an diese Aufgabe herangehen. So kann man die eigenen Techniken überdenken und eventuell Methoden entdecken, die dem eigenen Workflow besser entsprechen und dadurch helfen, effizienter Hausarbeiten oder andere Texte zu schreiben.

Im Kurs Fundamentals of Research and Writing (Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens) am Anglistischen Institut wurden uns einige hilfreiche Techniken vorgestellt. So hatte ich festgestellt, dass ich meine eigene Technik noch ein bisschen verbessern konnte.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich Informationen zu notieren und für die spätere Verwendung zu sortieren.

  • Notizen im Text (Sekundär- oder Primärtext)
  • Wichtige Passagen markieren
  • Notizen auf einem separaten Blatt
  • Notizen im Computer abtippen
  • Notizen auf Karteikarten schreiben
  • Mindmaps zeichnen
  • Cluster entwickeln
  • Schemata zeichen

So bearbeite ich Texte, um die Informationen später nutzen zu können:

1. Lesen und systematisch markieren

Das funktioniert am besten bei Sekundärliteratur, da diese meist bereits so aufbereitet wurde, um wichtige Informationen möglichst gut zu vermitteln.

  • Das Thema des Abschnitts erhält eine eigene Farbe (das präsentiert sich meist als Überschrift oder in wenig untergliederten Texten als Stichwort im Fließtext)
  • Wichtige Termini erhalten eine andere Farbe
  • Definitionen und wichtige Informationen zum Thema eine dritte Farbe

Wichtig: Spontane Gedanken zum Text werden am Rand notiert, damit sie nicht verloren gehen. In Schritt 2 werden diese dann außerhalb des Textes notiert

2. Markierte Passagen herausschreiben

Wer gut systematisch markiert hat, hat bereits im Text eine gute Üersicht über den grundlegenden Aufbau. Nun müssen nur noch die Informationen herausgeschrieben werden, die für die eigene Verwendung nützlich sind.
Wichtig: Immer die Seitenzahl dazu notieren. Das spart später Zeit beim Schreiben, da nicht mehr jede Passage nachgeschlagen werden muss.

3. Den Aufbau des eigenen Textes planen und die gewonnenen Informationen einordnen

Sind alle Informationen gesammelt, kommt der spannende Teil. Jetzt wird verarbeitet und geordnet. Früher habe ich die grobe Anordnung meiner Argumente als Inhaltsverzeichnis notiert. Die einzelnen Punkte und Unterpunkte sind dadurch bereits nummeriert. So können die Unterlagen nach diesen Punkten durchgegangen und ebenfalls nummeriert werden. Das ergibt eine Übersicht, welche Argumente zu welchen Punkten gehören.

Dank des Fundamentals-Kurses habe ich diesmal eine andere Technik ausprobiert, die meine Arbeitsweise sogar verbessert.


Meine neue Technik für Hausarbeiten
Mit meinen bunten Karteikarten kann ich meine Informationen strukturieren.

Nachdem ich meine Notizen gemacht habe, schreibe ich meine Argumente auf Karteikarten und sortiere sie entsprechend der geplanten Punkte.

  • Grüne Karteikarten beschreiben die Fragestellung, die ich versuche zu beantworten
  • Orangene Karteikarten bennennen ein Argument in Form eines Aussagesatzes.
  • Gelbe Karteikarten beinhalten ein Beispiel oder ein Zitat, das dieses Argument unterstützt sowie eine kurze Erläuterung des Beispieles.
  • Weiße Karteikarten beinhalten eine Schlussfolgerung oder allgemeine Aussagen.

Das ist natürlich ein höherer Aufwand als bei meiner früheren Herangehensweise. Warum betreibe ich diesen hohen Aufwand, um letztlich das gleiche Ergebnis, nämlich einen Text, zu erhalten? Dies lässt sich in drei Punkten beantworten.

1. Durch die Farbgebung erhalte ich nach dem Sortieren direkt den Überblick, wie viele Argumente und Beispiele ich pro Fragestellung bereits habe. Sind die Informationen auf mehreren Notizblättern verteilt, sind diese nicht auf einen Blick geordnet und die Anzahl der Argumente und Beispiele ist nicht sofort ersichtlich. Dadurch geht beim Schreiben viel Zeit durch mehrfaches Nachschlagen verloren. Auf einem großen Tisch sortiert liefern mir die Karteikarten sofort einen Überblick über meine Textstruktur. Das spart deutlich Zeit beim Schreiben.

2. Der Text kann durch Verschiebung der Karteikarten optimiert werden. Sind die Informationen auf einem Blatt, können sie dort nicht verschoben oder neu geordnet werden. Die Karteikarten kann ich anordnen und verschieben, falls mir eine andere Reihenfolge oder eine andere Textstruktur besser gefällt. Dadurch kann ich mir den Text nahezu vollständig zusammenlegen und habe dann einen klaren Schreibplan, dem ich nur noch folgen muss. Dadurch halte ich den eigenen roten Faden stets vor Augen und die Argumentation bleibt kohärent.

3. Die Karten helfen, die Informationen in wenigen Worten präzise zu formulieren. Da die Karteikarten nicht unendlich groß sind, limitieren sie die Menge an Informationen, die darauf notiert werden können. Das zwingt zu kurzen aber klaren Formulierungen und verhindert, dass unwesentliche Informationen in den Text einfließen. Dadurch bleibt die Argumentationsstruktur für den Leser klar ersichtlich und der Text verständlich.

Welche Technik zur Texterstellung ihr nutzt, liegt natürlich ganz an euch. Jeder hat seine eigenen Methoden und kommt mit diesen meist besser zurecht als jemand anderes. Es hilft allerdings, über die eigene Vorgehensweise zu reflektieren, um herauszufinden, ob eine andere Methode für einen selbst effektiver ist.

Allen, die auch gerade an Hausarbeiten sitzen, wünsche ich viel Erfolg 🙂

Bis dahin,
cheerio 🙂

Die Reise geht weiter

Seit ich begonnen habe, in Heidelberg zu studieren, ist viel Zeit vergangen. Meine lange Schweigezeit ist einigen Widrigkeiten geschuldet:

– Viel Neues zum Eingewöhnen
– Stress, Stress und nochmals Stress
– Eine böse Trennung
– Auch-Mal-keinen-Bock-haben

ABER: Ich habe einen neuen Mitbewohner 🙂

Ab sofort gelobe ich Besserung und bin wieder fleißig am Bloggen. Alle ausstehenden Kommentare und E-Mails werde ich in den kommenden Tagen beantworten. 🙂

Aber was ist eigentlich so geschehen? Ein kurzer Abriss.

1. Semester

Ich hatte mir fürs erste Semester viel vorgenommen. Beinahe zu viel, da ich gegen Ende ganz schön ins Schleudern gekommen bin. Aber alle Klausuren und Hausarbeiten hatte ich glücklicherweise gut meistern können.

Von Oktober bis Februar hatte ich nebenbei eine kleine Schülergruppe betreut: 10 Schüler im Alter von 11 bis 12 Jahren. Die Gruppe habe ich durch das Mannheimer Unterstützungssystem Schule (MAUS) erhalten. Ziel war es, Schülern aus sozial schwächer gestellten Familien mehr mit Kultur in Berührung zu bringen. Ich habe mit dem Kurs viel gelesen, die Büchereien in Mannheim erkundet und einen Ausflug zur Ausstellung über die Wittelsbacher organisiert. Der Unterricht war anstrengend, mein erster richtiger Praxisschock, und dennoch hat die Schule mich gebeten, den Kurs im nächsten Schuljahr erneut zu geben. Ergo: Praxisschock bestanden 🙂

Während des Semesters habe ich zwei Pädagogische Kurse besucht. Bei beiden hielt sich allerdings meine Begeisterung in Grenzen. Im Bereich Schulpädagogik wurde nahezu das ganze Semester die Vorzüglichkeit des deutschen Schulpreises gepriesen, ohne allerdings tatsächlich darauf einzugehen, wie Schulpädagogik funktioniert. Stattdessen wurden uns Preisträger-Schulen vorgestellt, deren Konzepte – meines Erachtens – nur wenig mit dem Ablauf in einem gewöhnlichen Gymnasium zu tun haben. Die Vorlesung über die Pädagogische Psychologie war ein wenig hilfreicher. Es wurden darin die psychologischen Hintergründe von Noten erklärt und auf die Auswirkungen von PISA eingegangen. Alles allerdings sehr theoretisch. Während des Semesters haben wir als Studierende mehr Korrelationen und Statistiken untersucht als tatsächlich etwas darüber zu lernen, wie die Pädagogische Psychologie uns im Unterricht helfen kann. Beides also sehr theoretische Kurse.

2. Semester

Meine Kursanzahl habe ich in diesem Semester ein bisschen erhöht: 13 Kurse hatte ich insgesamt belegt. Darunter 4 sehr hilfreiche für den Lehrerberuf, denn meine ersten Fachdidaktik-Seminare standen an. Die Seminare für die Fachdidaktik in Deutsch und Englisch waren sehr praktisch ausgelegt und wir haben viele gute Methoden an die Hand bekommen, um eine Unterrichtsstunde zu planen. Außerdem habe ich mich ethisch-philosophisch gebildet 😉 Das sogenannte EPG-1 ist ausschließlich für Lehrer und soll uns befähigen, nach ethischen und philosophischen Grundsätzen zu handeln und zu unterrichten. Zudem wurde ich diese Woche in einem Blockseminar im Modul personale Kompetenzen (MPK-1) auf das Schulpraxissemester vorbereitet. Dabei sind wir sogenannte kritische Situationen durchgegangen. Wie verhalte ich mich zum Beispiel als Lehrerin, wenn ein Schüler den anderen beleidigt oder alle „plötzlich“ aufs Klo wollen? Sehr interessant und hilfreich auf jeden Fall.

Und nun?

Jetzt sind Semesterferien und ich sitze an fünf Hausarbeiten. Mitte September starte ich dann ins Schulpraxissemester an einer Berufsschule in Karlsruhe. Dazu werde ich euch ausführlich berichten.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und bis dahin, cheerio 🙂

P.S.: Das sind die beiden Kleinen, die jetzt bei mir samt Besitzer wohnen.

Die kleine Katze Charlie Knuffel-Kater Kuma

Woche 1 – Die Uni erkunden

Die erste echte Semesterwoche ist rum. Noch nicht alle meine Kurse haben begonnen und die, die bereits angefangen haben, schlugen die Zeit mit Organisation tot. Summa summarum: ein gemütlicher Start.

Hier wartet jemand auf Forrest Gump. Eine Bank in der Hauptstraße in Heidelberg.

Diese kleine Bank steht vor einer Chocolaterie in der Nähe des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg. Ich empfehle die heiße Schokolade zu grauen Herbsttagen 🙂

Dank erster Aufgaben, vorrangig zur Orientierung, hatte ich die Woche dennoch schon ein paar Dinge zu tun. Was mich besonders beeindruckt: Die Uni Heidelberg hat ein – für meinen Vergleich – beachtliches E-learning-Portal, Moodle. Für ihre Kurse richten die Dozenten jeweils ihren eigenen Online-Kurs, einen sogenannten Moddle-Kurs, ein.

Jeder Moodle-Kurs besitzt eine eigene Info-Seite mit den wichtigsten Kontakt- und Kursdaten. Nicht nur können hier Dateien und Aufgaben von den Dozenten (respektive HiWis) hochgeladen werden. Die Plattform bietet ein Diskussionforum, das je nach Kurs sogar relevant für Note und Schein ist. Außerdem können darin eigene Dateien (Wie Assignments) hochgeladen und Kursen zugeordnet werden.

Ansonsten hieß es die Woche für mich: Die Uni, insbesondere meinen Haupt-Campus Altstadt erkunden. Meine Seminarräume habe ich gesucht, das Bibliothekssystem der UB und der Institutsbibliotheken näher kennengelernt, zuverlässige Copy-Shops gefunden und natürlich die besten Mensen abgegrast (omnomnom).

Was habt ihr so in der ersten Semesterwoche getrieben? Hat euer Semester vielleicht schon längst – zeitlich wie inhaltlich – begonnen? – Hinterlasst einfach einen Kommentar.

Die Reise beginnt

Es ist soweit: Heute beginnt die Vorlesungszeit an der Universität Heidelberg und damit mein erstes Semester als Lehramtsstudierende.

Eingang der neuen Universität in der Heidelberger Altstadt.

Mit erhobenem Zepter thront die griechische Göttin Pallas Athene über dem Eingang der Neuen Universität – eines der zentralen Gebäude im Campus Altstadt.

Allerdings finden heute für mich keine Kurse statt, traditionell werden am ersten Semestertag die Studierenden begrüßt. Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität, hält die Begrüßungsrede im Hörsaalzentrum Chemie im Neuenheimer Campus. An allen Campus in Heidelberg finden Studierende Informationen zu Ihren jeweiligen Fachrichtungen. Allein der Gedanke, dass die Universität aus drei großen Campus-Komplexen besteht (Neuenheim, Bergheim und Altstadt), finde ich sehr beeindruckend.

Aber das ist nicht alles, weswegen ich mich freue, an dieser Universität zu studieren. 627 Jahre ist die Alma Mater alt und damit die älteste Universität Deutschlands. Den Titel Exzellenz-Universität hat sich Heidelberg redlich verdient. Sie ist eine Volluniversität, bietet also das Studium aller grundlegenden Fachbereiche an. Trotz dieser Vielfalt ist sie wissenschaftlich herausragend und wird in den meisten Hochschulrankings in den ersten drei Plätzen gelistet. Für mich besonders bemerkenswert: Die Studierenden werden intensiv und beraten und betreut und die einzelnen Fachrichtungen wertgeschätzt. Ganz anders als nur ein paar Kilometer weiter in Mannheim, wo ich meinen Bachelor of Arts absolviert hatte.

Heidelberger Herbst, gesichtet von den Neckarstaden - zwischen Altstadt und Bismarckplatz.

Pünktlich zum Wintersemester ist der Herbst eingezogen. Es wird kälter aber auch bunter in Heidelberg.

Trotz dass heute der erste Tag ist, habe ich schon in den Wochen zuvor einige Aufgaben bewältigt. Nach der Immatrikulation stand ich vor einem hohen Koordinationsaufwand – immerhin müssen wir Lerhamtsstudierende uns zwischen zwei (in meinem Fall drei) Unterrichtsfächern, der entsprechenden Fachdidaktik, einem bildungswissenschaftlichen Begleitstudium, einem ethisch-philosophischen Grundlagenstudium sowie der Ausbildung unserer Lehrerpersönlichkeit zurecht finden. Dank eifrigem Einlesen sowie den Beratungs- und Betreuungsangeboten der Universität habe ich das aber gut in den Griff bekommen. Für Interessierte und andere Studienanfänger gibt es hier einen Überblick über die einzelnen Angebote zum Studienbeginn.

Dadurch konnte ich vorab alle Fragen zu meinem Studium klären und wichtige Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek kennenlernen. Außerdem bietet die Zentrale Studienberatung nützliche Kurse für Studierende an. So konnte ich in einem eintägigen Seminar meine eigenen Strategien zur Stressbewältigung verbessern.

Die Heidelberger Neckarstaden mit Blick auf das Villenviertel.


Die Villen an den Neckarstaden. Ein kleiner Umweg zu meinen Seminaren aber der Anblick ist es wert.

Neben der allgemeinen und fachlichen Orientierung habe ich in dieser Vorbereitungsphase auch meine private Infrastruktur für das Studium fit gemacht.

  • Arbeitsraum eingerichtet (Neben dem Schreibtisch auch die Ablagen und Bücherregale geordnet)
  • Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr gekauft
  • Cloud-Vernetzung zwischen Heim-PC, Laptop und Smartphone eingerichtet
  • Elektronische Ordnerstruktur aufgebaut
  • Literaturverwaltungsprogramm (ich benutze Mendeley) eingerichtet
  • Liste der benötigten Semesterliteratur erstellt und die Einführungslektüren ausgeliehen oder besorgt
  • Nun erwarte ich mit Spannung das Semester.

    Wenn ihr auch vor Herausforderungen beim Studienbeginn – oder auch mittendrin – gestoßen seid, teilt gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren. Oder studiert ihr in Heidelberg und seid ein bisschen planlos, was alles noch im Studium ansteht? – Hinterlasst einfach ein Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail.

    Ich wünsche euch einen tollen Start ins Semester und bis dahin,

    cheerio 🙂

    Planvoll ins Studium

    Anders als Fachstudiengänge, bei denen ihr in der Regel ein Haupt- und ein Nebenfach studiert, ist ein Lehramtsstudium komplexer. Neben euren beiden Unterrichtsfächern studiert ihr Zusatzfächer im Bereich Bildungswissenschaften und Lehrerpersönlichkeit. Wenn ihr euch zusätzlich für ein drittes Fach als Erweiterungsprüfung entscheidet, wird der Studienaufbau noch komplizierter.

    Studienanfänger sind oftmals von der Fülle an Verantwortung für ihren eigenen Tages- und Semesterablauf überfordert. Aus eigener Erfahrung weis ich zudem, dass man ohne greifbares Ziel schnell die Motivation verlieren kann. Das ist in einem so komplexen Studium, in dem jede Note in die Endnote eingeht, fatal.

    Um also nicht den Überblick zu verlieren, empfehle ich einen Studienverlaufsplan, den ihr bestenfalls noch vor Studienbeginn erstellt. Mit diesem könnt ihr planen, welche Kurse ihr in welchem Semester belegen, wann ihr welche Prüfung ablegen oder die Praktika absolvieren müsst. So bleibt euch stets das Wichtigste vor Augen: die 1. Staatsprüfung und alle dafür notwendigen Scheine.

    Mein Tipp für einen Studienverlaufsplan

    Bevor ihr mit dem Plan beginnt, solltet ihr euch überlegen, was ihr darin unterbringen möchtet. Ich habe mich für einen ausführlichen Plan entschieden, da ich erstens mein Studium so kurz wie möglich halten und zweitens bei drei Fächern den Überblick nicht verlieren möchte. Welche Punkte ihr in euren Studienverlaufsplan aufnehmt, hängt natürlich von euren persönlichen Zielen ab.

    Was ich in meinem Studienverlaufsplan aufliste

    • Semster (WS 2013/14, SoSe 2014, etc.) mit jeweiligem mit Vorlesungsbeginn, -ende sowie vorlesungsfreier Zeit
    • Studiensemester: Damit meine ich die Anzahl der Semester, die ihr tatsächlich im Lehramtsstudium verbringe.
    • Fachsemester: Die Angabe des Semesters im jeweiligen Fach. Diese Angabe ist bei meiner Kombination sehr wichtig, da ich in Deutsch hochgestuft wurde und daher mit Deutsch 4, Englisch 1 und Latein 0 starte.
    • Kurse pro Fach und Semester: Dabei wird die Kursanzahl aufgelistet. Damit behaltet ihr den Überblick über eure Arbeitsbelastung im jeweiligen Semester. Beispielsweise belege ich zwischen 13 und 20 Kurse pro Semester. Das ergibt etwa 26 bis 40 Semesterwochenstunden, zuzüglich Vor- und Nachbereitungszeit. Ihr könnt damit also etwa von einer 40 bis 50-Stunden-Woche für’s Studieren rechnen.
    • Semesterwochenstunden pro Fach und Semester: Dadurch behaltet ihr eure Zeiteinteilung sicher im Griff. Die Semesterwochenstunden geben an – wie der Name bereits sagt -, wie viele Stunden pro Woche ihr in den Kursen verbringt. Diese Information ist wichtig, wenn ihr Nebenjobs oder andere Nebentätigkeiten wie ein Ehrenamt betreiben möchtet.
    • Kursart und Kurs: Dies ist der wichtigste Punkt eures Studienverlaufsplans. Wenn ihr gründlich plant, welche Kurse ihr in welchem Semester zu belegen habt, müsst ihr im weiteren Studienverlauf nur noch die entsprechenden Kurse „abhaken“. Ihr spart euch dadurch jedes Semester eine Menge Zeit und Nerven, denn ihr müsst nicht überlegen, ob ihr den einen oder den anderen Kurs wählen solltet. Darum habt ihr euch ja schon gekümmert. 🙂
    • Leistungspunkte pro Fach und Semester: An den meisten Universitäten werden die erbrachten Leistungen auch im Lehramtsstudium nach den Leistungspunkten aus dem Bachelor-Master-System berechnet. Dabei gilt: 1 LP = 30 Stunden Arbeitszeit. Die Leistungspunkte werden anhand der Semesterwochenstunden, voraussichtlich benötigter Vor- und Nachbereitungszeit sowie des Kursabschlusses (Klausur, Hausarbeit oder mündliche Prüfung) ermittelt. Für das Lehramtsstudium in Heidelberg benötigt ihr insgesamt 300 LP, 420 LP wenn ihr ein Erweiterungsfach auf Hauptfachnivau hinzuwählt. Der Studienverlaufsplan hilft euch also auch, eure Leistungspunkte zu überblicken, damit ihr nicht am Ende vor der Staatsprüfung steht und noch wertvolle Punkte fehlen.


    Mein Studienverlaufsplan

    Für den Plan ist ein Tabellen-Programm wie Microsoft Excel zu empfehlen. Meinen habe ich mit dem Liber-Office-Äquivalent Calc erstellt. Mit einem solchen Programm könnt ihr die Leistungspunkte, Semesterwochenstunden und Kursanzahl automatisch errechnen lassen, Rechenfehler werden also reduziert.

    Die Spalten geben das jeweilige Semester, die Zeilen die Fächer an. Für die Kursanzahl, Semesterwochenstunden und Leistungspunkte habe ich jeweils eine Übersicht pro Fach, Semester und für das gesamte Studium erstellt.

    Mein Studienverlaufsplan für das Lehramtsstudium an der Universität Heidelberg.
    (Einfach auf das Bild klicken für die Großansicht)

    Habt ihr auch schon einen Studienverlaufsplan erstellt und wollt euch darüber austauschen? Oder studiert ihr in Heidelberg und möchtet über das Studium quatschen? – Hinterlasst einfach einen Kommentar 🙂

    Ich wünsche euch allen auf jeden Fall viel Erfolg und bis dahin,

    cheerio 🙂

    Der Studierendenausweis ist da!

    Nun hatte ich schon länger nichts gebloggt. Schuld daran: höhere Gewalt, eine Hasswelle des Universums auf mich oder – anders gesagt – die größte Pechsträhne meines bisherigen Lebens. Diese zeigte sich in einer Aneinanderreihung von Autopanne, PC-Panne, Wasserschaden, kaputtem Rolladen (im Schlafzimmer!), undichter Heizung und einem Noro-Infekt – and all within 3 damn weeks.

    Naja, so läuft es dann manchmal auch. Die gute Nachricht: Die Uni-Unterlagen sind da 🙂 Studierendenausweis, Studienbuch, Immatrikulationsbescheinigung und haufenweise Info-Flyer (die ich fast alle eh bereits besitze) in einem hübschen DIN-A4-Umschlag.

    Nun geht es darum, alle nötigen Online- und Offline-Portale für mich zu aktivieren. Angemeldet habe ich mich bereits beim Lehrportal der Uni. Neben der Kursanmeldung können dabei Studienbescheinigungen ausgedruckt, die Rückmeldung überwacht und sich zu Prüfungen angemeldet werden.

    Zudem habe ich gleich meine Uni-Mail aktiviert. Damit empfange ich alle Nachrichten zu meinen Kursen und aktuelle Ausschreibungen der Universität. Das ganze läuft über das Horde Web-Mail System, das ich noch von der Uni Mannheim kenne. Für die HORDE!

    Nur beim Portal der Universitätsbibliothek ist vorher eine Registrierung vor Ort nötig. Offline, pff. 😉

    Zudem kann man sich mit der Matrikelnummer gleich beim Hochschulsport registrieren. Allerdings können zurzeit nur die Ferienkurse belegt werden, die nahezu alle ausgebucht oder gebührenpflichtig sind.

    Nebenbei habe ich endlich meinen Studienverlaufsplan fertiggestellt. Zu diesem berichte ich euch auch noch. Ob ich diesen so umsetzen kann – insbesondere die Planung miener Abschlussprüfungen – werde ich in den kommenden Wochen mit den Fachstudienberatungen klären. Und dann heißt es: Durchstarten. 🙂

    An alle, die sich auch auf das Lehramtsstudium in Heidelberg vorbereiten: Viel Erfolg – und Spaß! – und vielleicht sehen wir uns auf dem Campus.

    Euch allen einen schönen Wochenstart und bis dahin

    cheerio 🙂

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