forschungsorientiertes Lernen

Dieses Semester arbeite ich an einem ganz besonderem Projekt. Zusammen mit einer Projektpartnerin versuchen wir für eine Schule das Thema „forschungsorientiertes Lernen“ aufzubereiten.

Die Schule stellt gerade von einer Hauptschule auf eine Gesamtschule um und möchte die Schüler selbstreguliert und individuell unterrichten. Das neue Schulkonzept startet im nächsten Schuljahr. Es wurden Lernbüros eingerichtet, in denen die SuS regelmäßig zu festen Zeiten an ihren Lernjobs arbeiten. Die Schule schafft die Klingel ab und taktet die Schulstunden in 65-Minuten-Einheiten, die aber von den Lehrern je nach Situation verkürzt oder verlängert werden können. Zudem werden nachmittags Lern-Werkstätte angeboten, in denen die SuS an eigenen Projekten arbeiten können.

Zusätzlich soll von Mai 2016 bis Juli 2016 die erste Forschungsphase beginnen. Sprich: Die SuS sollen nach dem Modell des inquiry-based learning eigene Projekte bearbeiten.

Das beinhaltet sehr viele methodische Kompetenzen, sowohl von Seiten der Schüler, insbesondere aber von Seiten der Lehrer. Hier kommen wir Studenten ins Spiel. Im Rahmen eines Blockseminars dürfen wir die Schule unterstützen, indem wir versuchen auf die vielen Fragen, die in Kollegium und Schulleitung entstehen, praktische Antworten zu finden. Super spannend!

Was ist forschungsorientiertes Lernen (inquiry-based learning)?

Mit inquiry-based learning lernen die SuS nicht durch klassischen Unterricht, sondern durch eigenständige Projektarbeit. Es werden methodische Kompetenzen für Zeitplanung, Recherche, Umsetzung, Präsentation und fachliche Inhalte ausgebildet. Es ist mehr als die spaßige Projektarbeit am Ende eines Schuljahres, sondern ein eigenständiger, effektiver Lernweg. Allerdings wird diese Art des Lernens in Deutschland wenig praktiziert. Vor allem englischsprachige Länder wie Kanada und Australien haben diese Art des Lernens fest in ihrem Curriculum.

An sich klingt es einfach: Die SuS suchen sich eigenständig eine Forschungsfrage, die sie beantworten möchten. Sie arbeiten sich in das Thema ein, beantworten ihre Fragen und präsentieren die Ergebnisse. Doch methodisch ist dies ein sehr hoher Aufwand, für Lehrer und für Schüler. Denn an deutschen Schulen wird in der Regel nicht forschend, sondern inhaltlich gelernt. Schüler sind es gewohnt, Inhalte zu bekommen, die sie wiedergeben sollen und Projekte nur in Absprache mit dem Lehrer durchzuführen. Eignständiges Arbeiten wird nicht gefördert, obwohl es später in der Arbeitswelt gefordert wird. Neben den beruflichen Vorteilen ist es um einiges einprägsamer und leichter für Schüler eigenständig nach Antworten auf die eigenen Fragen zu finden. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um Handlungskompetenzen, die so dringend im neuen Bildungsplan von den Schülern gefordert werden.

Daher freue ich mich schon, nach Lösungen für die Schule zu suchen. Denn es scheint mir der beste Ansatz, um die Schüler auf das Leben vorzubereiten UND ihnen nicht die Freude am Lernen zu nehmen, sondern ihren eigenen Weg durch den Wissensdschungel unserer Zeit zu finden.

Ich poste über neue Ergebnisse, die ich herausfinde und vielleicht auch, wie diese an der Schule umgesetzt wurden, da bereits in Aussicht steht, unsere erarbeiteten Konzepte im nächsten Schuljahr mit umzusetzen.

Falls ihr Fragen oder vielleicht sogar schon selbst mit inquiry-based learning in Kontakt gekommen seid, schreibt es mir einfach in die Kommentare.

And as always, cheerio 🙂

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2 Kommentare zu “forschungsorientiertes Lernen

  1. der Kuckuck Juni 6, 2015 um 05:49 Reply

    schrecklicher bullshit – hoffentlich heiratest du einen reichen Idioten der deine Mittelschichtträume erfüllt – aber bitte verschone die Kinder , Danke .

    ( „Wissensdschungel“ bitte überprüfen + korrigieren )

    • Lehramtsbloggerin Juni 6, 2015 um 11:27 Reply

      Schrecklicher Troll. Hoffentlich kannst du dich bald argumentativ ausdrücken, ohne mit einer Beleidigung zu starten. Falls dir das Konzept nicht zusagt, erkläre mir gerne deine Bedenken, aber komme mir nicht mit haltlosen Beleidigungen und Anmaßungen, wie ich mein Leben zu leben habe.

      (Ach ja: „Wisensdschungel“, da ist mir wohl mein Englisch daztwischen gekommen. Danke für den Hinweis. Hey, jeder macht mal Fehler. Da ich zurzeit ziemlich viel auf dem Tisch habe, kann das passieren.)

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